Das Bild der Frau in der Outsider-Art

 

Turhan Demirel-Carsten Reinhold Schulz.jpg

40 Werke aus der Sammlung Demirel im P.N.I. // Kulturbahnhof-Gerresheim.

DAS BILD DER FRAU IN DER OUTSIDER ART
Bilder aus der Sammlung Demirel

P.N.I. im Kulturbahnhof-Gerresheim
14. – 26. Februar 2016

Eröffnung, Sonntag 14.2.2016, 12.00 Uhr. Eine Kunstausstellung in Zusammenarbeit mit Jason Rø e.V. für Kunst und Teilhabe. Verantwortlich: Turhan Demirel und Carsten Reinhold Schulz. Zu diesem uniquen Ereignis erscheint nach der Ausstellung ein Katalog.

P.N.I. // Kulturbahnhof-Gerresheim
Heyestraße 194
40625 Düsseldorf
http://www.kulturbahnhof-gerresheim.de

Advertisements

Teilhabe im Kulturbahnhof: neuer Kurator leitet NEUNZIG IMHAUS

Blick in den großen Saal des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes.

Blick in den großen Saal des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes.

Der Mitinitiator von Runder Tisch Outsider Art, der Düsseldorfer Konzept-Künstler, Musiker und Autor Carsten Reinhold Schulz, wird ab April 2015 die kuratorische Leitung und organisatorische Verantwortung für den denkmalgeschützten Kulturbahnhof-Gerresheim im gleichnamigen Düsseldorfer Stadtteil übernehmen.

Kunst und Kultur sollen weit mehr in die Mitte der Gesellschaft getragen werden, um – über spezialisierte Zirkel hinaus – wieder für alle Menschen verfügbar zu sein. Das umfasst auch die Einbindung ausgegrenzter Kunst und die Diskussion zu neuen Perspektiven des Zusammenlebens. Damit entsteht der erste Ort zu experimentellen Teilhabeprojekten und Outsider-Kunst in nicht-kommerziell orientierter freier Trägerschaft.

Das Projekt erhält zusammenfassend den Namen NEUNZIG-IMHAUS, u.a. als Reminiszenz an den mit Heinrich Heine aufgewachsenen Armenarzt, Lithographen und Revolutionär Peter Joseph Neunzig.

Die vitalen Interessen des Düsseldorfer Stadtbezirks 7, die des „Förderkreis Industriekultur“ unter der Leitung von Prof. Fritschi und die der Stadt Düsseldorf werden so weit als möglich berücksichtigt. Darüber sind bereits Gespräche angelaufen.

Private Veranstaltungen, wie Hochzeiten, Parties oder Kooperationen sollen weiterhin ausreichend Platz im Bahnhof finden – denn auch das ist ein Stück gelebter Kultur.

Offizieller Träger des Kulturbahnhofs, der ein Café-Gastronomie (PJ90) beherbergen wird, ist der gemeinnützige Verein Jason Rø e.V. für Kunst und Teilhabe aus Düsseldorf.

Europäischer Art of the Heart Award an Düsseldorferin Silvia Fuchs

Silvia Fuchs, Paar mit Selbstportrait (Ausschnitt)

Silvia Fuchs, Paar mit Selbstportrait (Ausschnitt)

Der europäisch orientierte Kunstpreis Art of the Heart Award geht an die 1967 geborene Düsseldorferin Silvia Fuchs.
Der Award wurde während der European Special Olympics, der europäischen Olympiade von Menschen mit geistiger Behinderung, von der ausrichtenden Region Antwerpen, Belgien, ausgelobt. Die Preisurkunde wurde von Frau Cathy Berx, der amtierenden Gouverneurin Antwerpens unterzeichnet.

 Die offizielle Übergabe des Awards erfolgt am 21. Januar 2015 im Jan-Wellem-Saal des Düsseldorfer Rathauses.

Das Event findet im Beisein und mit einem Grußwort des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Thomas Geisel statt. Weitere Worte zum Kunst-Preis und dem Zusammenhang mit den Special Olympics wird Detlef Parr vermitteln. Er war langjährig im Bundesvorstand der Special Olympics Deutschland verantwortlich engagiert und ist eng mit allen dortigen Aktivitäten verbunden.

Die Laudatio hält der Konzeptkünstler, Kurator und Leiter von Jason Rø e.V. für Kunst und Teilhabe, Carsten Reinhold Schulz, der die deutsche Auswahl zur Teilnahme an der Antwerpener Kunstausstellung betreut hat.

Alle eingereichten Arbeiten wurden anschließend, vor Ort, durch das international operierende Auktionshaus Christie’s Belgien versteigert. Die Erlöse flossen Sportlern mit geistiger Behinderung zu.
Somit ist die ausgezeichnete Silvia Fuchs für den erhaltenen Kunstpreis und ihre Arbeit zu ehren aber sicherlich auch für dieses, wie selbstverständlich gezeigte, soziale Engagement.

Die Düsseldorfer Künstlerin und begeisterte Musikerin fiel bereits in der Schule durch ihre starke künstlerische Aktivität auf und wurde früh dahingehend gefördert. Sie hat stets kreativ gearbeitet, trifft sich aber mit anderen Künstlern seit 1996 regelmäßig im offenen Atelier des Studio 111, des Haus St. Josef im Düsseldorfer Stadtteil Unterrath.

Ihre gelegentlich beinahe karikaturenhaft wirkende, schnell umreißende Darstellung von Dingen und Figuren, oft sind es zum Beispiel Frauen-Paare, ist das Ergebnis hochsensibler Konzentration. Eine hohe Affinität zur Wirkung der Farbe, die sich in der gewissenhaften Anlage, der als Hintergrund genutzten mehrschichtigen Farbflächen zeigt, und ihre innere Verbindung mit den Bild-Sujéts erzeugen eine klare Bildsprache und eine beinahe wiedererkennbare tiefe Emotionalität. Die so erzeugte, natürlich wirkende künstlerische Qualität, ist jetzt als eine herausragende, persönlich entwickelte, künstlerische Stimme einzustufen.

Die offizielle Preisübergabe ist zudem für die Kunststadt Düsseldorf ein wichtiges Signal einer, sich jetzt deutlicher zeigenden, kulturellen Offenheit und Toleranz, die nach dem Machtwechsel im Rathaus augenscheinlich wird. Es ehrt zudem das langjährige ehrenamtliche Engagement des gemeinnützigen Verein „Jason Rø e.V.“, der kulturelle Teilhabe und Solidarität wieder als zentrale Begriffe in der ganzen Gesellschaft verankern und für alle verfügbar machen möchte.

Auch dazu: Herzlichen Glückwunsch Silvia Fuchs.

Hinter dem musikalischen Event-Beitrag „Carsten Diva“, verbirgt sich das neue Solo-Projekt des Düsseldorfer Musikers Carsten Tiemessen, E-Gitarre und Gesang.

Wer sich für die Preis-Übergabe interessiert, kann sich über die E-Mail Adresse: infø©jason-ro.de mit dem Veranstalter in Verbindung setzen.

Eröffnungsansprache Präsentation Eins

Als mit-initiierender Teilnehmer bei „Runder-Tisch-Outsider-Art“ hat der Düsseldorfer Künstler und Gründer von Jason Rø, des ersten gemeinnützigen Vereins zur Förderung der Art brut in Düsseldorf, die Aufgabe gerne übernommen die Gäste und alle Teilnehmer bei Präsentation Eins willkommen zu heissen. Auf Wunsch mancher Gäste haben wir uns entschlossen die kurze Rede zum Nachlesen in diesem Blog zu veröffentlichen.

„Guten Abend,meine Damen und Herren.

Mein Name ist Carsten Reinhold Schulz vom Verein Jason Rø. Ich habe heute die schöne Aufgabe, Sie alle herzlich im Namen von „Runder Tisch Outsider Art“ willkommen zu heißen.

Das gilt den Besuchern, den teilnehmende Gruppen, allen anwesenden Freunden der Kunst und nicht zuletzt den Künstlern selbst, die mit viel Engagement und Eigenverantwortung diesen heutigen Abend, ich denke wirkungsvoll, zusammengefügt haben.
Ein weiterer Dank gilt Herrn Jonas, der es relativ spontan möglich machte in dieser Halle eine Ausstellung zu organisieren, die dem Umfang und Thema gerecht wird, auch keine Selbstverständlichkeit in unserer Stadt in der alternative Orte und das kreative Niemandsland mehr und mehr entschwinden.

„Runder Tisch Outsider Art“, was ist das eigentlich?
Es ist ein Zusammenschluss von Malgruppen, Vereinen und Einrichtungen, die sich aus verschiedenen Gründen und aus verschiedenen Perspektiven der sogenannten Outsider-Art verpflichtet fühlen.

Wir möchten die Vorstellungs- und Lebenswelten dieser Künstler in Düsseldorf mit solidarischen Mitteln einem größeren Publikum zugänglich machen. Wir möchten Ausstellungen und Events organisieren und die entstehenden Auseinandersetzungen für die an Kunst interessierte Öffentlichkeit sichtbar machen. Sichtbarer als es bisher in den rein pädagogischen oder caritativen Zusammenhängen möglich war.Ich spreche nur Offensichtliches aus, wenn ich sage: künstlerische Beweglichkeit und Kreativität lassen sich heute Abend in vielen verschiedenen Facetten und teilweise überraschenden Kreationen wunderbar nachvollziehen, den Künstlern dieser Ausstellung sei Dank.

Verbindungen
Ich habe vor langer Zeit einmal gelernt: was einfach aussieht, muss es nicht immer sein und „nichts ist selbstverständlich“.Das gilt gerade für das Gespräch über die vielen unterschiedlichen Vorstellungen, die mit Kunst, Art-brut und anderen offenen oder solidarischen Kulturvorstellungen zu tun haben.
Es gibt so viele kreative Ansätze und Möglichkeiten zwischen pädagogischen Einstellungen, Krisen, Selbstverwirklichung und sogenannter Hochkultur.

Eine offene und tolerante Kultur ist somit nicht selbstverständlich. Um eine tolerante Kultur durchzusetzen müssen Menschen sich verbinden. Dafür müssen Menschen grundsätzlich mit alten und neuen Idealen einstehen. Dafür muss eine Gesellschaft wach bleiben, auch gegenüber manch einschläfernder Wirkung eines ausufernden Kapitalismus, der selbstverständlich besonders im Kunstbetrieb seine Spuren hinterlässt. Hat die Bewegung der Outsider-Art die Kraft zu diesem Thema inhaltlich markante Zeichen zu setzen? Will sie das überhaupt? Es geschieht allzu leicht, dass man die Künstler vor einen Karren spannen möchte. Dort ist die Selbstkritik unserer Gruppen gefragt.

Menschen und Kraft
Wie überall ist auch in Düsseldorf gut zu erkennen, dass zumeist einzelne enthusiastische Menschen hinter den Outsider-Malgruppen, Einzelkünstlern und offenen Ateliers stehen – Menschen, die dort mit viel persönlicher Lebensenergie und Freude für die Sache arbeiten – dennoch sind alle Beteiligten als Einzelakteure für die Öffentlichkeit bisher nahezu unsichtbar geblieben oder man muss es so sagen: man stand Bestrebungen der Outsider-Art von institutioneller Seite sogar versteckt feindselig gegenüber. Diese Zeiten sind glücklicherweise jetzt vorbei und die Stadt bewegt sich jetzt anders auf sozialen und politischen Feldern und beginnt Türen zu öffnen.

Diese neuen Kräfte sollen sich in der heutigen Ausstellung mit dem Titel „Präsentation Eins“ weiterentwickeln. Präsentation Eins spricht deutlich und endlich von der Hoffnung, dass die Toleranz in den Köpfen der Menschen und der Behörden in Bezug auf die Outsider-Art weiter voranschreiten wird. Sie zeugt von neuer Solidarität und dem Wunsch nach kultureller Offenheit. Dafür arbeiten alle heute Abend Beteiligten seit etlichen Jahren. Die heutige Ausstellung zeugt aber vor allem von vielen Künstlern, die ihre persönlichen Ausdrucksformen gefunden haben, oder mit viel experimenteller Lust nach diesen Formen suchen. Das ist wichtig.

Wirkungen
Jetzt, zum Ende des Jahres 2014, zeigen sich die Wirkungen aller gemeinsamen Anstrengungen. Soeben etabliert sich in unserer Stadt die erste kommerzielle Outsider-Galerie, deren Macher in Soest beheimatet sind und ein weiterer gemeinnütziger Verein hat sich mit Duisburger Künstlern zum Thema Outsider-Art in Düsseldorf angesiedelt.

Das zeigt ganz gut, welche Funktion die Stadt im Bereich der offenen Kulturszene haben kann und wie genau kulturelle Bewegungen von Außen wahrgenommen werden. Da nimmt man die verzögerten politischen Reaktionszeiten von 2-3 Jahren gerne hin …

Siegertreppchen als verbindendes Symbol
Als gestaltetes Zeichen der gemeinsamen Anstrengungen möchte ich noch auf die bemalten Möbel-Kunst-Objekte aufmerksam machen, die in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt anlässlich der Special Olympics 2014 entstanden sind. Jede am „Runder Tisch Outsider Art“ beteiligte Gruppe hat ein solches Siegertreppchen bemalt. Angefertigt wurden sie von der Düsseldorfer Werkstatt für angepasste Arbeit. Sollten Sie die Absicht haben dem Vorbild der Kuratorin der Provinzial-Rheinland-Kunstsammlung als Käufer zu folgen und ein solches Stück erwerben wollen, kann ich Ihnen an dieser Stelle versichern, dass die Einnahmen vollständig in die gemeinnützige Arbeit zur Outsider Art in unserer Stadt fließen werden.

Ich freue mich, mit Ihnen, auf einen anregenden Abend mit vielen Gesprächen. Wir werden nachher alle Gelegenheit haben, uns miteinander auszutauschen.
Jetzt bin allerdings sehr gespannt auf den nun folgenden Vortrag. Der Kunst-Sammler und Neuro-Chirurg Dr. Turhan Demirel, der als einer der besten Kenner der Materie in Deutschland gilt, wird uns alles Sinnstiftende rund um das Thema Outsider-Art jetzt näherbringen können.

Viel Spass, viel Freude. Vielen Dank .

2014-10-02, Rede „Präsentation Eins“ ©carstenreinholdschulz 2014, RunderTischOutsiderArt

Präsentation Eins – Der Outsider Art Termin

PRÄSENTATION EINS
RUNDER TISCH OUTSIDER ART
DÜSSELDORF.
30 KÜNSTLER IN DER
ALTERNATIVEN KUNSTHALLE

Runder Tisch Outsider Siegertreppchen

 

Eröffnung: Donnerstag, 02.10.2014, 18.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 02.10. –30.10. 2014
Öffnungszeiten: an den Wochenenden von 15.00 bis 19.00 Uhr

Alternative Kunst- und Kulturhalle
Uedesheimerstrasse 2
40221 Düsseldorf

Begrüßung // Eröffnungsabend:
Autor und Jason Rø Vorstand Carsten Reinhold Schulz hält einen kurzen Vortrag zu den Bewegungen der Outsider-Art in Düsseldorf // Neuro-Chirurg und Sammler Dr. Turhan Demirel führt ein in den großen Kosmos sogenannter Outsider-Art.

Wir freuen uns auf Sie/Euch und eine kulturell offene Stadt.
Ihr seid alle ganz herzlich eingeladen.

Runder Tisch Outsider-Art: PRÄSENTATION EINS

Runder-Tisch-net  

02.10.2014, 18.00 Uhr
Alternative Kunsthalle
Uedesheimerstraße 2
40221 Düsseldorf

Musik: Alte Waschhausband, Düsseldorf

Die erste große gemeinsame Show von Outsider-Art Gruppen, Einzelkünstlern und freien Kunstateliers in Düsseldorf. 30 Künstlern auf 350 Quadratmetern.  

Die erste große gemeinsame Show von Outsider-Art Gruppen, Einzelkünstlern und freien Kunstateliers in Düseldorf.